So vermeiden Sie eine Chlorblockade – sehen Sie sich das Video unten an
Was ist eine Chlorblockade und wie kann man sie vermeiden?
Eine Chlorblockade entsteht durch einen zu hohen Gehalt an Cyanursäure im Wasser. Dadurch wird das Chlor unwirksam und lässt sich nur schwer entfernen, obwohl Cyanursäure eigentlich nützlich ist. Chlor ist eine flüchtige Substanz, insbesondere in granulierter Form. Bei normaler Lagerung in Plastikeimern ist mit einem jährlichen Verlust von etwa 15 % zu rechnen. Granuliertes Chlor hat jedoch den Vorteil, dass es sich schnell im Wasser auflöst und extrem schnell wirkt. Daher wird es auch als Schockchlor bezeichnet. Es bindet an Moleküle im Wasser, z. B. an Mikroorganismen. Vor dieser Bindung spricht man von „freiem Chlor“.
Wenn das Chlor seine Wirkung verloren hat
Um die Flüchtigkeit des freien Chlors zu verringern, wird es mit Cyanursäure stabilisiert. Stabilisiertes Chlor ist in Tablettenform – auch Trichlor genannt – erhältlich, die sich langsamer auflösen als Granulat. Das Chlor bindet sich an die Cyanursäure, wie es sich auch an andere Moleküle binden würde.
Das Problem ist, dass die Cyanursäure nicht verschwindet und sich an nichts bindet. Sie verdunstet nicht mit dem Wasser, sondern bleibt darin. Bei einem zu hohen Cyanursäuregehalt im Wasser besteht die Gefahr einer Chlorblockade. Das bedeutet, dass sich das freie Chlor an die Cyanursäure bindet, anstatt die Mikroorganismen zu bekämpfen, die es eigentlich abtöten soll.
Das Frustrierende ist, dass ein Chlortest zwar Chlor im Wasser nachweist, die gewünschte Wirkung aber ausbleibt. Bei Verdacht auf eine Chlorblockade kann der Cyanursäuregehalt im Pool gemessen werden.
Bei der Verwendung von ausschließlich stabilisiertem Chlor, also Chlortabletten statt Granulat, über mehrere Jahre kann es zu einer Chlorblockade kommen. Eine geringe Menge Cyanursäure im Pool ist jedoch vorteilhaft, da sie für einen gleichmäßigen Chlorgehalt sorgt.
Vermeiden Sie eine Chlorbindung im Pool innerhalb von drei Monaten
- Eine Lösung wäre, das Wasser im Pool auszutauschen, gegebenenfalls die Hälfte des Wassers, um die Menge an Cyanursäure zu reduzieren.
- Sie können ausschließlich Chlorgranulat verwenden und so auf die Zugabe von Cyanursäure verzichten. Sinkt der Chlorgehalt, bilden sich im Wasser Mikroorganismen, die chlorresistent werden können. Diese verschwinden jedoch durch eine Stoßchlorung, und neu entstehende Mikroorganismen sind nicht resistent. Sie müssen lediglich etwas stärkere Schwankungen des Chlorgehalts im Wasser in Kauf nehmen.
- Eine Möglichkeit, den Aufwand mit Chlor komplett zu vermeiden, ist die Einrichtung oder Umrüstung auf einen Salzwasserpool. Mit einem Salzwassergenerator – auch Chlorinator genannt – produziert der Pool sein eigenes Chlor. Sie müssen nie Chlor hinzufügen, der Chlorgehalt ist stets konstant und das Badewasser ist gesünder.

Chlortabletten oder Chokklor?
Bei DenForm bieten wir sowohl Chlortabletten (stabilisiert) als auch Schockchlor (unstabilisiert) an. Jede Darreichungsform hat ihre Vorteile, die wir im Folgenden genauer erläutern werden.
Chlortabletten
Eine Chlortablette enthält stabilisiertes Chlor. Das bedeutet, dass das Chlor an einen Stabilisator gebunden ist. Chlor ist eine flüchtige Substanz, und wäre es „frei“ (unstabilisiert), würde es schnell aus dem Pool verschwinden. Der Stabilisator hält das Chlor länger im Wasser gebunden, sodass der Chlorgehalt über einen längeren Zeitraum gemessen werden kann. In chlorhaltigem Wasser ist das Überleben von Bakterien und Mikroorganismen nahezu unmöglich. Mit einer Chlortablette im Pool sorgen Sie für ein langanhaltend sauberes und bakterienfreies Becken.
Das Problem mit einer Chlortablette
Da Chlortabletten stabilisiert sind, enthalten sie Cyanursäure (Stabilisator). Zu viel Cyanursäure kann zu einer Chlorblockade führen, wodurch das Chlor seine Wirkung verliert. Bei einer Chlorblockade muss das gesamte Poolwasser ausgetauscht werden. Daher ist beim Einsatz von Chlortabletten Vorsicht geboten.
Chokklor
Chokklor ist unstabilisiert und an keine Substanzen gebunden – wir nennen es daher auch „freies Chlor“. Mit Chokklor besteht keine Gefahr einer Chlorblockade, da das Produkt keine Cyanursäure enthält. Freies Chlor bindet sich ausschließlich an Bakterien, tötet diese ab und verdunstet kurze Zeit später aus dem Badewasser. Chokklor eignet sich ideal zur kontinuierlichen Desinfektion; die Anwendung sollte lediglich etwas später erfolgen als bei Chlortabletten.
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